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Weltnormentag: Übersetzungsqualität mit ISO-Norm keine Eintagsfliege

Der Verband mittelständischer deutscher Übersetzungsunternehmen, Qualitätssprachendienste Deutschlands e.V. (QSD), sieht DIN EN ISO 17100 für Übersetzungsdienstleistungen als wichtigen Schritt für weltweiten Übersetzungsmarkt.

(München/Bremen, 5. Oktober 2016) Wozu gibt es eine ISO-Norm für Übersetzungen? Zum Weltnormentag am 14. Oktober macht der QSD, Qualitätssprachendienste Deutschlands e.V., auf die Bedeutung der DIN EN ISO 17100 für Übersetzungsdienstleistungen aufmerksam. Seit gut einem Jahr gibt es diese ISO-Norm für Übersetzungsunternehmen. Sie regelt die Anforderungen an Übersetzungsdienstleister und die hinterlegten Qualitätssicherungsprozesse. Die weltweite ISO-Norm löste die europäische DIN EN 15038 ab. „Mit der ISO 17100 ist die Übersetzungsbranche in der weltweiten Normenwelt angekommen“, so QSD-Präsidentin Heike Leinhäuser.

Der QSD ist ein Zusammenschluss mittelständischer deutscher Unternehmen der Sprachdienstleistungsbranche und setzt sich als Verband für Qualitätssicherung ein. Für Leinhäuser ist die Zertifizierung eines Übersetzungsunternehmens nach ISO-Norm ein Gütesiegel für die unternehmensinternen Qualitätsprozesse. „Wenn ein Unternehmen zertifiziert ist, bedeutet das Transparenz in den Abläufen und der Qualitätssicherung. Dann ist Qualität kein Zufall und auch keine Eintagsfliege.“ Die ISO-Norm regelt die Anforderungen an alle Aspekte des Übersetzungsprozesses und wird von einem unabhängigen Auditor eines akkreditierten Prüfungsinstituts bestätigt.

 

Übersetzungsprozess vergleichbar mit Boxenstopp in Formel 1

Für die QSD-Präsidentin ist der Prozessansatz im Übersetzungsprozess nach der ISO-Norm entscheidend. Sie zieht zur Illustration einen Vergleich mit dem Boxenstopp in der Formel 1: „Die Durchlaufzeiten für Übersetzungen sind in den vergangenen Jahren dramatisch kürzer geworden. Time-to-Market ist hier der alles bestimmende Faktor.“ Es reiche oft nicht aus, dass eine Person einen Text übersetzt. „Bei der Übersetzung einer Broschüre in mehrere Sprachen muss jedes Teammitglied in einem ISO-genormten Prozess seine Aufgabe kennen. Jeder muss schnell und präzise im Team arbeiten. Dazu gibt es klar definierte Prozesse, vergleichbar mit einem Boxenstopp.“ Die Aufgaben reichen von der Projektvorbereitung, über die Prüfung jeder Übersetzung durch einen zweiten Übersetzer, bis hin zur finalen Prüfung durch den Projektmanager. Leinhäuser: „Dadurch kommt über Projekte hinweg konstant hohe Qualität zustande.“

Für die QSD-Präsidentin ist die Prozesshaftigkeit vom Übersetzungsprozess nach der ISO-Norm entscheidend. Leinhäuser zieht zur Illustration einen Vergleich mit dem Boxenstopp in der Formel 1. „Die Durchlaufzeiten für Übersetzungen sind kürzer geworden. Es reicht nicht aus, dass eine Person einen Text übersetzt. Bei der Übersetzung einer Broschüre in mehrere Sprachen muss jedes Teammitglied in einem ISO-genormten Prozess seine Aufgabe kennen. Jeder muss schnell und präzise im Team arbeiten.“ Dazu gäbe es klar definierte Prozesse mit „Boxenstopp“, beispielsweise der Prüfung jeder Übersetzung durch einen zweiten Übersetzer und eine finale Prüfung durch den Projektmanager. „So kommt konstant hohe Qualität zustande“, so Leinhäuser.

Der QSD vertritt seit 1998 die Interessen der mittelständischen Übersetzungsunternehmen in Deutschland. Ein Ziel des Verbandes ist es, im unübersichtlichen Sprachdienstleistungsmarkt über die Bedeutung von Qualität aufzuklären. Denn von der Übersetzungsqualität einer Kundenbroschüre oder Website kann der Erfolg eines Unternehmens im Ausland abhängen. Alle QSD-Mitglieder verfügen über geprüfte Qualitätssicherungssysteme und mussten dies vor Aufnahme in den Verband nachweisen (www.qsd.de).

Hintergrundinformation:

Die ISO-Norm DIN EN 17100 ist im Wortlaut beim Beuth Verlag zu finden. Der Beuth Verlag vertreibt als Tochterunternehmen von DIN nationale und internationale Normen.

Über den QSD

Der QSD, Qualitätssprachendienste Deutschlands e.V., vertritt als Verband die Interessen der deutschen mittelständischen Unternehmen der Sprachdienstleistungsbranche. Ein Ziel des Verbandes ist es, im unübersichtlichen Sprachdienstleistungsmarkt über die Bedeutung von Qualität aufzuklären und Orientierung zu geben. Alle QSD-Mitgliedsunternehmen verfügen über geprüfte Qualitätssicherungssysteme und mussten dies vor Aufnahme in den Verband nachweisen. Der QSD wurde im Jahr 1998 im Bremen gegründet und ist dort ansässig. Er hat derzeit 26 Mitgliedsunternehmen deutschlandweit und ein Büro in Unterhaching/München (www.qsd.de).